Rallye-Team Olaf Gennat / Jörn Andresen
Friedrich-Hebbel-Str. 4
24784 Westerrönfeld
Tel. 04331 / 830573
Mobil 0174 / 7254238
rallyeteam@gw-motorsport.de


Bericht 46.+47. ADAC Holsten-Rallye

07.08.2013 

Licht und Schatten auf Putlos…

 

Die lange Sommerpause fand am vergangenen Wochenende ein Ende. Der Truppenübungsplatz Putlos öffnete die Pforten und Petrus lud zum lustigen Spiel der Wetterextreme.

Knapp 50 Teams wollten sich dieses, für das Material extrem harte, Doppelevent nicht entgehen lassen und gaben Ihre Nennungen beim MSC-Holstein ab.

Am Freitag späten Freitagnachmittag nutzten wir die Gelegenheit der freiwilligen Dokumentenabnahme und der Besichtigungsrunde. Bei tropischen Temperaturen von mehr als 30°C erstellten wir in aller Ruhe das „Gebetbuch“. Schließlich sollte nach dem Pech bei den letzten Veranstaltungen wieder ein Erfolgserlebnis verbucht werden.

Nachdem nun die 4 verschiedenen Prüfungen, jede doppelt zu befahren, zu Papier gebracht waren, verbrachten wir die Nacht zu Hause.

Am frühen Samstagmorgen lotste uns das Navi wieder zum Gut Görtz, dem Rallyezentrum nahe Oldenburg i.H.

Dort angekommen mussten noch die technischen Kommissare Ihren „Segen“ geben.

Danach wurde der kleine Rüsselsheimer im Parc fermé angestellt und es gab noch die Gelegenheit für ein paar Benzingespräche bis zum Start.

Um 10:32 Uhr war der Start für uns vorgesehen. Nachdem die erste Zeit am Start in der Bordkarte vermerkt war, fuhren wir Richtung Putlos.

Nach einer langen Verbindungsetappe quer über den Platz, konnten wir den herrlichen Blick auf die Ostsee genießen, ehe wir „kochend“, es waren wieder um die 30°C, am Start der 1. Wertungsprüfung standen.

Mit 5 Teilnehmern in der H13, war unsere Klasse gut gefüllt. Schon „tickten“ die letzten Sekunden herunter und als der Starter den Weg frei gab, ging der „wilde Ritt“ über Asphalt, Schotter, Beton und Kuppen im „fliegenden Wechsel“ los.

Die erste und gleichzeitig die dritte Prüfung kam Olaf sehr entgegen, da hier der höchste Schotteranteil war. Ohne Probleme und mit einem breiten Grinsen unter dem Helm überquerten wir die Ziellinie. Ein Auftakt nach Maß. Auch auf der WP 2 einem schnellen Asphaltrundkurs lief alles wie am berühmten „Schnürchen“.

Doch dann kam da ein gewisser Petrus, seines Zeichens Wettergott, ins Spiel und unterbrach den Bilderbuchsommer der letzten Tage mit einem Wolkenbruch. Ab sofort hieß es also eine etwas vorsichtigere Gangart an den Tag zu legen. Doch alles lief perfekt. Olaf brachte den Corsa ohne Fahrfehler, dank eines ebenfalls bestens aufgelegten und mittlerweile zum Stammpiloten avancierten Jörn Andresen ins Ziel zurück zum Rallyezentrum.

Ein Blick auf die Ergebnisliste bestätigte den fahrerischen Eindruck und sorgte für zufriedene Gesichter im ganzen Team.

Klassensieg in der H13 und Rang 10 im Gesamtklassement.

„Besser kann es nach einer Sommerpause auf Anhieb nicht laufen. Alles lief heute perfekt. Die Technik hält weiter und wir haben uns heute keinen einzigen Schnitzer erlaubt. Dass ist hier keine Selbstverständlichkeit. Schließlich mussten schon einige Teams mit Technikproblemen die Segel streichen“, strahlte ein hochzufriedener Fahrer auf dem Gut Görtz.

In der Reparaturpause nahm sich Marco Petersen aus unserer Service-Crew den Wagen gründlich vor und checkte ihn auf „Herz und Nieren“ durch.

Nachdem alles erledigt war, ging es auch schon zügig weiter mit der zweiten Veranstaltung.

Wiederum bogen wir auf den Truppenübungsplatz ein, um die Zweite „Holsten“ zu absolvieren. Die ersten beiden Prüfungen knüpften nahtlos an die Vormittagsveranstaltung an. Doch dann öffnete sich erneut der Himmel und ein ausgewachsener Starkregen „flutete“ das Bundeswehrgelände innerhalb von wenigen Minuten. Mittendrin erfolgte der Start zur vorletzten Prüfung für uns. Ein haarsträubendes Abenteuer, mit unzähligen Aha-Erlebnissen in Form von Aquaplaning. Irgendwie „surften“ wir heil ins Ziel. Doch dort „zickte“ auf einmal das sonst so zuverlässige Aggregat.

Schuld daran war jedoch lediglich eine gebrochene Feder am Flachschieber, die zudem noch dafür sorgte, dass das Motorsteuergerät falsche Informationen über den Lastzustand des Motors erhielt und ständig eine falsche Kraftstoffmenge einspritzte. An eine Weiterfahrt war damit aus Sicherheitsgründen für uns und die Technik nicht zu denken.

„Kleine Ursache, große Wirkung. Aber besser so, als ein Abflug oder ein Motorschaden. Es ist zwar ärgerlich, aber die Freude über das tolle Resultat am Vormittag überwiegt“, resümierte Jörn nach der Rückkehr per Anhänger im Rallyezentrum.

 

Jetzt gilt es die „Flurschäden“ zu beseitigen und den Opel bis zur Reckenberg-Rallye am 21.09.2013 wieder topfit herzurichten.

 

Rallye-Team Olaf Gennat / Jörn Andresen

 

Kommentar verfassen